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Aktuelles aus der Raphael-Schule

Neueste Schulnachrichten auf einen Klick.

Hier stehen aktuelle Informationen zu Themen rund um unsere Schule.

Parceval, durch dieses Tal – Theaterprojekt.

Ein Theaterprojekt der 12. Klasse – Aufführung am 7. Juni 2019 um 19.00 Uhr.

„Parceval, durch dieses Tal!“ ist ein Theaterstück von Isabel Joekel über den Weg des Ritters Parceval, dem das verhängnisvolle Versäumnis einer eigenständigen Frage zum Ausgangspunkt eigener Entwicklungskraft wird.

Fragen, die sich uns in der Erarbeitung dieses Stückes stellten:

  1. Kann es sein, dass ein einziger gesprochener oder nicht gesprochener Satz die Wirklichkeit verändert?
  2. Sind wir nur die Empfänger unseres Schicksals oder auch die Absender?
  3. Was ist ein innerer Kampf mit sich selbst, wozu ist er gut und wie lässt er sich gewinnen?
  4. Wie geht es eigentlich weiter, wenn nichts mehr geht?

Finden Sie gemeinsam mit uns Antworten, wir laden Sie herzlich ein zur Aufführung eines interessanten Theaterprojekts in der Raphael-Schule.

Das Weben in der Oberstufe

Das Weben, eines der ältesten Kulturtechniken, durchzieht und durchwebt unsere gesamte Menschheitsgeschichte. Die Fähigkeit, mathematisch und abstrakt denken zu können, so sagt man, hat seinen Ursprung in der Weberei.

“Für die Badehandtücher, die wir auf dem Raphael-Markt verkaufen werden, muss eine Waffelbindung gewebt werden. Trete 1 2 3 4 5 4 3 2 und schieße auf Tritt 1 und 5 mit der blauen Farbe und auf Tritt 2 3 4 und 4 3 2 mit Rot. Schau, dass du alles recht fest anschlägst.”

So oder ähnlich lauten Arbeitsanweisungen für geübte Webschüler der 11. und 12. Klasse.  Solch eine Aufgabe lässt den ein oder anderen schon mal beim Lesen erschrecken. Aber was ist es, was die Schüler dennoch beim Weben begeistert? Warum arbeiten sie gebannt und fasziniert an ihren Webstühlen?

Das konzentrierte Zählen ist es nicht allein, was die Schüler motiviert. Es ist der gesamte Webprozess, in dem sie als Ganzes involviert sind: Die Schüler sitzen an ihren großen Webstühlen wie in ihrem eigenen Haus. Hände, Füße, Kopf und Herz arbeiten gemeinsam in einem rhythmischen Bewegungsfluss. Die leeren Kettfäden liegen gespannt vor ihnen. Es ist etwas Zukünftiges was sie erwartet. Das Vergangene, d.h. das entstandene Gewebe wird unter ihnen im Webstuhl aufgewickelt. Die Schüler treten mit ihren Füßen die Pedale im Wechsel links und rechts, immerfort in einer bestimmten Abfolge (1 2 1 2 1 2 1 2 … oder 1 2 3 2 1 2 3 2….).
Mit ihren Händen schießen sie währenddessen das Webschiffchen mit dem entsprechenden farblichen Garn von links nach rechts und von rechts nach links durch das offene Fach. Man kann diese Bewegung fast als eine liegende Acht beschreiben ∞.

In dieser träumerisch anmutenden Geste wird mit dem Anschlagen des Fadens an das Gewebe ein kräftiger Impuls gesetzt. Dieser Anschlag ist die Gegenwart – rüttelt wach. Das zu sich hinziehen der schweren Lade zentriert die Schüler. Gleich darauf tritt der Fuß ein neues Pedal und erdet sie nach unten. Die Lade schwingt nun wieder auf, öffnet sich der Zukunft.

Das Schiffchen schießt in der Horizontalen durch das Webfach mit Farben, die das Herz ansprechen. Das Auge der Schüler verfolgt die Arbeit und sieht, wie Fadenreihe für Fadenreihe eine Musterung entsteht. Die unmittelbare Bestätigung und damit verbundene Belohnung stärkt das Selbstwertgefühl der Schüler.

Es ist die rhythmischen Bewegung, die alles vereint, die Raumesrichtungen (oben- unten,  vor- zurück, rechts- links), mit dem gesamten Körpereinsatz, dem Denken und Empfinden.

Dieses ganzheitliche Tun ist heilsam und jeder der die Weberei betritt spürt die Faszination die von den Webstühlen, den Farben der Garne und natürlich von den Schülern selbst ausgeht.

100 Jahre Waldorfpädagogik.

Hamburg feiert – am 13. 09. 2019 in der Hamburger Laeiszhalle.

Anlässlich des 100. Geburtstages der ersten Waldorfschule wollen die 11 Hamburger Waldorfschulen gemeinsam mit allen Schülern, Lehrern, Eltern und anderen Interessierten feiern. Es wird im Großen Saal über den ganzen Tag verteilt 5 „Monatsfeiern“ geben, in denen jeweils ein gemischtes Programm aus verschiedenen Schulen gezeigt wird. Auch unsere Schule ist mit Beiträgen vertreten. Abends findet im Saal ein feierlicher Festakt statt.

Parallel dazu wird es im Kleinen Saal ein umfassendes Rahmenprogramm geben, das die Vielfalt der Waldorfpädagogik anschaulich macht. Zusätzlich wird uns die Rollschuhbahn/Eisbahn in Planten und Blomen von 11.00 – 16.00 Uhr zur Verfügung stehen, auf der viele Aktivitäten stattfinden sollen. Hier werden Schüler aus der Planungs-Projektgruppe leckeres Essen und Trinken anbieten. Man kann sich hier mit seiner Klasse vor oder nach der besuchten Vorstellung aufhalten, picknicken, ausruhen oder spielen.

Der Tag soll ein Tag der Begegnung werden zwischen den verschiedenen Schulen, zwischen Schülern, Lehrern und Eltern und allen anderen Interessierten. Alle Klassen können eine der Monatsfeiern besuchen und zusätzlich ist noch genügend Platz für alle, die sich von den vielen Ideen der jungen Leute inspirieren lassen möchten. Es wird in Kürze ein Website geben, auf der man sich über den Tag weitergehend informieren kann: www.waldorf100.hamburg.

Die Karten sind ab 01.06.2019 unter www.elbphilharmonie.de oder an den Vorverkaufsstellen der Elbphilharmonie zu bekommen. Kosten: 4,- Euro für die Monatsfeiern (Selbstkostenpreis für die organisatorisch notwendigen Platzkarten), 12,- Euro für den Festakt im Großen Saal und 8,- Euro für die Abendveranstaltung im Kleinen Saal. Wir dürfen uns hier alle auf einen ganz besonderen Schultag freuen, der sicher viele besondere Momente schenken und Inspirationen freisetzen kann.

Bedanken wir uns herzlich bei den Eltern und Lehrern aus dem Projektteam, die in unermüdlicher Arbeit seit über einem Jahr diese großartige Veranstaltung für uns alle möglich machen. Ich hoffe, wir sehen uns alle in der Laeiszhalle am 13. September.

Heidrun Ensthaler

Backen in der 2. Klasse

Jeden Mittwoch Vormittag weht der Duft frisch gebackener Brötchen durch den Flur der Unterstufe: in der 2. Klasse wird gebacken!

In der Schüssel mit Mehl wird in die Mitte zerbröselte Hefe, warmes Wasser, etwas Zucker gegeben und mit Sesamkörnchen bedeckt. Schon bald beginnt sich das Ganze zu bewegen. Wie aus einer Quelle wird die Sesamdecke zur Seite geschoben und es beginnt zu blubbern. Nun kann die Masse mit etwas Salz und Butter zum ersten Mal geknetet werden. Frau Kraus achtet darauf, dass Mehl und Wasser so dazu kommen, dass bald ein geschmeidiger Teig entsteht. Auf dem Tisch wird der Teig zu einer Schlnge geformt. Jeder darf mindestens einmal schneiden und meist sind mehrere unserer „Großen“ Patenschüler aus der 10. Klasse dabei, die natürlich mitmachen. Wenn genügend Teile geschnitten sind, werden entweder Zahlen oder Buchstaben geformt, je nachdem, welche Epoche gerade im Hauptunterricht behandelt wird. Dann geht es rasch in den Ofen, denn zum Frühstück soll es ja frische, warme Brötchen geben….herrlich! Das Ergebnis ist lecker, beliebt bei Groß und Klein. Es ist uns wichtig, den Kindern den Prozess des ganzen Arbeitsbogens nahe zu bringen. Weder die Sicherheit einer regelmäßigen Tätigkeit und noch weniger das eigene Erleben eines kompletten Ablaufes sind uns heute noch so geläufig wie vielleicht früher. Wir erleben immer mehr Teilstücke von Tätigkeiten und vor allem Kinder haben es immer schwerer, Zusammenhänge zu erleben, zu verstehen und somit auch wertzuschätzen. Vielleicht gelingt uns hiermit, einen kleinen Keim für ein besonderes Leben zu legen!