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Aktuelles aus der Raphael-Schule

Neueste Schulnachrichten auf einen Klick.

Hier stehen aktuelle Informationen zu Themen rund um unsere Schule.

Corona-Virus: Hinweise zur Betreuung – Aktualisiert am 18.8.2020

Liebe Eltern und Angehörige unserer Schüler,

Die ersten Schultage nach den Sommerferien verliefen ohne Zwischenfälle, geprägt von der Wiedersehensfreude, dass endlich wieder alle an Bord sind. Der Schulalltag fühlt sich schon wieder fast normal an. Ein paar coronabedingte Einschränkungen gibt es natürlich auch bei uns noch:

Im Moment arbeiten wir mit allen Klassen. Jede Klasse bildet für sich eine „Lerngruppe“, die nicht gemischt und von einem Team durch den Schultag begleitet wird.

Auf dem Schulgelände und im Schulgebäude herrscht Maskenpflicht, so lange bis man den jeweiligen Platz im Klassenzimmer oder einen entsprechenden anderen Arbeitsplatz eingenommen hat.

In den Klassen ist das Abstandsgebot aufgehoben, trotzdem sind wir bemüht auch in den Klassen immer wieder auf den Abstand hinzuweisen. Alle Schülerinnen und Schüler haben bereits (oder werden noch) einen Einzeltisch bekommen. So ist auch in der Zukunft ein gewisser Abstand im Klassenzimmer einzuhalten.

Die Schülerinnen und Schüler der Unterstufe sind von der Maskenpflicht befreit. (Dürfen aber eine tragen)
Die Schülerinnen und Schüler werden ab 07:45 Uhr von den Lehrerinnen und Lehrern auf dem Pausenhof erwartet und bei Vollständigkeit der Lerngruppe in die Klasse begleitet.

Der Unterricht findet ab 08:00 Uhr in den Klassen statt und endet für alle Klassen um 14:30 Uhr. Diese Zeitspanne ermöglicht es der Schule, dass alle Klassen von festen Teams begleitet werden und möglichst keine Überschneidungen stattfinden müssen.
Therapien dürfen unter Einhaltung der Hygieneverordnung wieder stattfinden. Dies gilt auch für Schulfeiern.
Bis zu den Herbstferien wird die Schule im geschilderten System arbeiten, es sei denn, dass andere Gesichtspunkte zu berücksichtigen sind.

Herzliche Grüße und bleiben Sie gesund.

Die Schulleitung

Der 20. Raphael-Markt fällt leider aus.

Unser am 19. September 2020 geplanter Raphael-Markt muss leider coronabedingt ausfallen.

Wir freuen uns, Sie hoffentlich im September 2021 wieder begrüßen zu dürfen.

Das Weben in der Oberstufe

Das Weben, eines der ältesten Kulturtechniken, durchzieht und durchwebt unsere gesamte Menschheitsgeschichte. Die Fähigkeit, mathematisch und abstrakt denken zu können, so sagt man, hat seinen Ursprung in der Weberei.

“Für die Badehandtücher, die wir auf dem Raphael-Markt verkaufen werden, muss eine Waffelbindung gewebt werden. Trete 1 2 3 4 5 4 3 2 und schieße auf Tritt 1 und 5 mit der blauen Farbe und auf Tritt 2 3 4 und 4 3 2 mit Rot. Schau, dass du alles recht fest anschlägst.”

So oder ähnlich lauten Arbeitsanweisungen für geübte Webschüler der 11. und 12. Klasse.  Solch eine Aufgabe lässt den ein oder anderen schon mal beim Lesen erschrecken. Aber was ist es, was die Schüler dennoch beim Weben begeistert? Warum arbeiten sie gebannt und fasziniert an ihren Webstühlen?

Das konzentrierte Zählen ist es nicht allein, was die Schüler motiviert. Es ist der gesamte Webprozess, in dem sie als Ganzes involviert sind: Die Schüler sitzen an ihren großen Webstühlen wie in ihrem eigenen Haus. Hände, Füße, Kopf und Herz arbeiten gemeinsam in einem rhythmischen Bewegungsfluss. Die leeren Kettfäden liegen gespannt vor ihnen. Es ist etwas Zukünftiges was sie erwartet. Das Vergangene, d.h. das entstandene Gewebe wird unter ihnen im Webstuhl aufgewickelt. Die Schüler treten mit ihren Füßen die Pedale im Wechsel links und rechts, immerfort in einer bestimmten Abfolge (1 2 1 2 1 2 1 2 … oder 1 2 3 2 1 2 3 2….).
Mit ihren Händen schießen sie währenddessen das Webschiffchen mit dem entsprechenden farblichen Garn von links nach rechts und von rechts nach links durch das offene Fach. Man kann diese Bewegung fast als eine liegende Acht beschreiben ∞.

In dieser träumerisch anmutenden Geste wird mit dem Anschlagen des Fadens an das Gewebe ein kräftiger Impuls gesetzt. Dieser Anschlag ist die Gegenwart – rüttelt wach. Das zu sich hinziehen der schweren Lade zentriert die Schüler. Gleich darauf tritt der Fuß ein neues Pedal und erdet sie nach unten. Die Lade schwingt nun wieder auf, öffnet sich der Zukunft.

Das Schiffchen schießt in der Horizontalen durch das Webfach mit Farben, die das Herz ansprechen. Das Auge der Schüler verfolgt die Arbeit und sieht, wie Fadenreihe für Fadenreihe eine Musterung entsteht. Die unmittelbare Bestätigung und damit verbundene Belohnung stärkt das Selbstwertgefühl der Schüler.

Es ist die rhythmischen Bewegung, die alles vereint, die Raumesrichtungen (oben- unten,  vor- zurück, rechts- links), mit dem gesamten Körpereinsatz, dem Denken und Empfinden.

Dieses ganzheitliche Tun ist heilsam und jeder der die Weberei betritt spürt die Faszination die von den Webstühlen, den Farben der Garne und natürlich von den Schülern selbst ausgeht.

Backen in der 2. Klasse

Jeden Mittwoch Vormittag weht der Duft frisch gebackener Brötchen durch den Flur der Unterstufe: in der 2. Klasse wird gebacken!

In der Schüssel mit Mehl wird in die Mitte zerbröselte Hefe, warmes Wasser, etwas Zucker gegeben und mit Sesamkörnchen bedeckt. Schon bald beginnt sich das Ganze zu bewegen. Wie aus einer Quelle wird die Sesamdecke zur Seite geschoben und es beginnt zu blubbern. Nun kann die Masse mit etwas Salz und Butter zum ersten Mal geknetet werden. Frau Kraus achtet darauf, dass Mehl und Wasser so dazu kommen, dass bald ein geschmeidiger Teig entsteht. Auf dem Tisch wird der Teig zu einer Schlnge geformt. Jeder darf mindestens einmal schneiden und meist sind mehrere unserer „Großen“ Patenschüler aus der 10. Klasse dabei, die natürlich mitmachen. Wenn genügend Teile geschnitten sind, werden entweder Zahlen oder Buchstaben geformt, je nachdem, welche Epoche gerade im Hauptunterricht behandelt wird. Dann geht es rasch in den Ofen, denn zum Frühstück soll es ja frische, warme Brötchen geben….herrlich! Das Ergebnis ist lecker, beliebt bei Groß und Klein. Es ist uns wichtig, den Kindern den Prozess des ganzen Arbeitsbogens nahe zu bringen. Weder die Sicherheit einer regelmäßigen Tätigkeit und noch weniger das eigene Erleben eines kompletten Ablaufes sind uns heute noch so geläufig wie vielleicht früher. Wir erleben immer mehr Teilstücke von Tätigkeiten und vor allem Kinder haben es immer schwerer, Zusammenhänge zu erleben, zu verstehen und somit auch wertzuschätzen. Vielleicht gelingt uns hiermit, einen kleinen Keim für ein besonderes Leben zu legen!