Termine
Freie Stellen
Aktuell
Sekretariat
Kontakt
Anfahrt

Aktuelles aus der Raphael-Schule

Neueste Schulnachrichten auf einen Klick.

Hier stehen aktuelle Informationen zu Themen rund um unsere Schule.

Der 20. Raphael-Markt fällt leider aus.

Unser am 19. September 2020 geplanter Raphael-Markt muss leider coronabedingt ausfallen.

Wir freuen uns, Sie hoffentlich im September 2021 wieder begrüßen zu dürfen.

Corona-Virus: Hinweise zur Betreuung – Aktualisiert am 15.6.2020

Liebe Eltern und Angehörige unserer Schüler,

jetzt nach Pfingsten hier die neuesten Information zum Abstands- und Hygienekonzept ergänzt. An allen Eingängen sind inzwischen Hygiene-Stationen aufgebaut und eine Einbahnstraßenregelung wurde eingerichtet.

Kinder aus Gemeinschaftseinrichtungen (Wohngruppen) dürfen seit dem 08. Juni wieder zur Schule kommen. Kleine Schulfeiern innerhalb einer Klasse, wie Zeugnisübergabe oder eine Verabschiedung dürfen unter Beachtung der Hygienevorschriften und des Abstandsgebotes wieder stattfinden. Diese Feiern können aber nur nach genauer Absprache mit den Klassenverantwortlichen und der Schulleitung stattfinden.

Bis zu den Sommerferien werden alle Klassen weiterhin in kleinen und strikt getrennten Lerngruppen unterrichtet, auch eine Notbetreuung wird angeboten. Die Gruppen kommen abwechselnd in sogenannten M- und D-Gruppen. Die Abschlussklasse arbeitet, ebenfalls in Gruppen, in der Aula.
In einem zweiwöchigen Rhythmus werden alle Schülerinnen und Schüler jeweils an 5 Tagen in die Schule kommen können.

Auf dem Gelände und im Gebäude müssen sich alle an die vorgegebenen Wege und die Hygieneregeln halten.

Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutz ist regelhaft nicht notwendig, wenn der Sicherheitsabstand von 1,50 Metern grundsätzlich eingehalten werden kann. Bei Personen, die es können, ist es aber erlaubt, z.B. auf dem Schulhof.

Es gilt weiterhin, gemeinsam und mit Augenmaß alle Maßnahmen zu ergreifen, um die Erfolge gegen die Ausbreitung des Coronavirus aufrecht zu halten.

Nach den Sommerferien ist die Form des Unterrichts noch offen und hängt im Wesentlichen vom Infektionsgeschehen und vom Abstandsgebot ab. Darüber werden wir vor den Sommerferien noch informieren.

Herzliche Grüße, bleiben Sie gesund.

Die Schulleitung

Das Weben in der Oberstufe

Das Weben, eines der ältesten Kulturtechniken, durchzieht und durchwebt unsere gesamte Menschheitsgeschichte. Die Fähigkeit, mathematisch und abstrakt denken zu können, so sagt man, hat seinen Ursprung in der Weberei.

“Für die Badehandtücher, die wir auf dem Raphael-Markt verkaufen werden, muss eine Waffelbindung gewebt werden. Trete 1 2 3 4 5 4 3 2 und schieße auf Tritt 1 und 5 mit der blauen Farbe und auf Tritt 2 3 4 und 4 3 2 mit Rot. Schau, dass du alles recht fest anschlägst.”

So oder ähnlich lauten Arbeitsanweisungen für geübte Webschüler der 11. und 12. Klasse.  Solch eine Aufgabe lässt den ein oder anderen schon mal beim Lesen erschrecken. Aber was ist es, was die Schüler dennoch beim Weben begeistert? Warum arbeiten sie gebannt und fasziniert an ihren Webstühlen?

Das konzentrierte Zählen ist es nicht allein, was die Schüler motiviert. Es ist der gesamte Webprozess, in dem sie als Ganzes involviert sind: Die Schüler sitzen an ihren großen Webstühlen wie in ihrem eigenen Haus. Hände, Füße, Kopf und Herz arbeiten gemeinsam in einem rhythmischen Bewegungsfluss. Die leeren Kettfäden liegen gespannt vor ihnen. Es ist etwas Zukünftiges was sie erwartet. Das Vergangene, d.h. das entstandene Gewebe wird unter ihnen im Webstuhl aufgewickelt. Die Schüler treten mit ihren Füßen die Pedale im Wechsel links und rechts, immerfort in einer bestimmten Abfolge (1 2 1 2 1 2 1 2 … oder 1 2 3 2 1 2 3 2….).
Mit ihren Händen schießen sie währenddessen das Webschiffchen mit dem entsprechenden farblichen Garn von links nach rechts und von rechts nach links durch das offene Fach. Man kann diese Bewegung fast als eine liegende Acht beschreiben ∞.

In dieser träumerisch anmutenden Geste wird mit dem Anschlagen des Fadens an das Gewebe ein kräftiger Impuls gesetzt. Dieser Anschlag ist die Gegenwart – rüttelt wach. Das zu sich hinziehen der schweren Lade zentriert die Schüler. Gleich darauf tritt der Fuß ein neues Pedal und erdet sie nach unten. Die Lade schwingt nun wieder auf, öffnet sich der Zukunft.

Das Schiffchen schießt in der Horizontalen durch das Webfach mit Farben, die das Herz ansprechen. Das Auge der Schüler verfolgt die Arbeit und sieht, wie Fadenreihe für Fadenreihe eine Musterung entsteht. Die unmittelbare Bestätigung und damit verbundene Belohnung stärkt das Selbstwertgefühl der Schüler.

Es ist die rhythmischen Bewegung, die alles vereint, die Raumesrichtungen (oben- unten,  vor- zurück, rechts- links), mit dem gesamten Körpereinsatz, dem Denken und Empfinden.

Dieses ganzheitliche Tun ist heilsam und jeder der die Weberei betritt spürt die Faszination die von den Webstühlen, den Farben der Garne und natürlich von den Schülern selbst ausgeht.

Backen in der 2. Klasse

Jeden Mittwoch Vormittag weht der Duft frisch gebackener Brötchen durch den Flur der Unterstufe: in der 2. Klasse wird gebacken!

In der Schüssel mit Mehl wird in die Mitte zerbröselte Hefe, warmes Wasser, etwas Zucker gegeben und mit Sesamkörnchen bedeckt. Schon bald beginnt sich das Ganze zu bewegen. Wie aus einer Quelle wird die Sesamdecke zur Seite geschoben und es beginnt zu blubbern. Nun kann die Masse mit etwas Salz und Butter zum ersten Mal geknetet werden. Frau Kraus achtet darauf, dass Mehl und Wasser so dazu kommen, dass bald ein geschmeidiger Teig entsteht. Auf dem Tisch wird der Teig zu einer Schlnge geformt. Jeder darf mindestens einmal schneiden und meist sind mehrere unserer „Großen“ Patenschüler aus der 10. Klasse dabei, die natürlich mitmachen. Wenn genügend Teile geschnitten sind, werden entweder Zahlen oder Buchstaben geformt, je nachdem, welche Epoche gerade im Hauptunterricht behandelt wird. Dann geht es rasch in den Ofen, denn zum Frühstück soll es ja frische, warme Brötchen geben….herrlich! Das Ergebnis ist lecker, beliebt bei Groß und Klein. Es ist uns wichtig, den Kindern den Prozess des ganzen Arbeitsbogens nahe zu bringen. Weder die Sicherheit einer regelmäßigen Tätigkeit und noch weniger das eigene Erleben eines kompletten Ablaufes sind uns heute noch so geläufig wie vielleicht früher. Wir erleben immer mehr Teilstücke von Tätigkeiten und vor allem Kinder haben es immer schwerer, Zusammenhänge zu erleben, zu verstehen und somit auch wertzuschätzen. Vielleicht gelingt uns hiermit, einen kleinen Keim für ein besonderes Leben zu legen!